Von Revolutionären und Romanciers. Eine Region mit viel Geschichte - und das heißt: mit vielen Geschichten, die es zu hören, lesen und entdecken gibt. Von Pionieren und Patrioten. Von Hexen und Halunken. Von Walfängern und Weltverbesserern. Von Schriftstellern und Seeleuten. Geschichten, die man in Museen, Nationalparks und historischen Gebäuden findet. Auf Gedenktafeln und Denkmälern wie der Minute-Man-Statue und anderen Erinnerungen an den Revolutionskrieg.
Ja, sogar auf dem Friedhof: Der Sleepy Hollow Cemetery in Concord ist letzte Ruhestätte von Literaten wie Louisa May und Amos Bronson Alcott, Ralph Waldo Emerson und Henry David Thoreau, der daher auch als Author's Ridge bekannt ist. Dazu sollte man wissen, dass Concord Mitte des 19. Jahrhunderts eine bedeutende Literatenkolonie hatte. So ist etwa das Old Manse zu besichtigen, in dem Emerson und später Nathaniel Hawthorne lebten.
Auch das Emerson House sowie das Orchard House, in dem Louisa May Alcott ihren Roman "Kleine Frauen" schrieb, können Sie besuchen. Und Literaturfreunde wird es auch zur roh gezimmerten Bretterhütte am Walden Pond ziehen, in der 1845 Henry David Thoreau im selbst gewählten Exil seinen Essay-Zyklus "Walden oder Leben in den Wäldern" schrieb, in dem er dafür plädiert, dass jeder Einzelne sich nicht an Konventionen, sondern nur an der Natur zu orientieren habe.
Besonders reizvoll ist es gerade beim ersten Besuch, sich die Geschichte(n) der Region von Kennern der Materie erzählen zu lassen. Bei Ipswich Tours etwa kann man sieben verschiedene Tagestouren - oft auch mit Lunch - buchen, begleitet von Naturkundlern oder Historikern. Mit The Liberty Ride kann man durch Lexington and Concord entlang der Battle Road von historisch kostümierten Guides vieles über den Unabhängigkeitskrieg, die Literaturszene und die für Amerika identitätsstiftende Kultur der Region erfahren.
Keine Hexerei: Touren durch Salem
Und was kann gruseliger sein, als in Salem, das durch seine Hexenverbrennungen 1692 bekannt wurde, auf eine nächtliche Geistertour zu gehen?
Aber auch bei Tageslicht ist die Stadt wirklich "spuktakulär": Schaudern lassen einen die lebensgroßen Dioramen im Witch Museum, die Wachsfiguren im Salem Wax Museum und die von Schauspielern nachgestellten Hexenprozesse im Witch Dungeon Museum. Spuken soll es auch im von Nathaniel Hawthorne unsterblich gemachten House of Seven Gables, einem der ältesten Holzhäuser in Neuengland aus dem 17. Jahrhundert
Das vor über 200 Jahren gegründete Peabody Essex Museum in Salem hat darüber hinaus noch mehr zu bieten aus regionaler Geschichte und Kunst. Schreckhafte kommen auch auf ganz andere Gedanken im New England Pirate Museum und an der Salem Maritime National Historic Site, die die maritime Geschichte der Region beleuchten. Und im Salem 1630 Pioneer Village geht es sogar ganz zurück zu den Anfängen der Kolonialisierung.
Waltouren und Weinproben
Dank seiner geografischen Lage ist der Nordosten von Massachusetts zudem geradezu prädestiniert für Whale Watching: Gloucester ist am kürzesten von der Stellwagen Bank entfernt, der bekannten Sandbank, die im Sommerhalbjahr zahllose Wale anzieht. Kurze Fahrtzeiten, gute Chancen, Wale zu sehen: Kein Wunder, dass gleich vier Touranbieter von Gloucester und ein weiterer von Newburyport aus starten - Details dazu hier.
Danach kann man sich ja bei einem edlen Tropfen Wein entspannen. Etwa in der Nashoba Valley Winery, einem renommierten Winzerbetrieb, der schon zahllose Preise abgeräumt hat und neben Weinproben auch mit einem Restaurant und Souvenirladen aufwartet. Auch in der Alfalfa Farm Winery in Topsfield und der Red Oak Winery in Middleton kommen Weinfreunde auf ihre Kosten, und wer mehr auf Gerstensaft steht, stattet am besten der Mill City Brewing Company in Lowell einen Besuch ab.

Sehenswürdigkeiten