Nur wer Trubel und Hektik einer Großstadt sucht, ist im Westen von Massachusetts fehl am Platz. Außer Springfield, mit gut 150.000 Einwohnern auch noch recht überschaubar, gibt es keine Großstädte. Doch keine Angst, die vier touristischen Regionen - der Großraum Springfield rund ums Connecticut Valley im Osten, Franklin County und der Mohawk Trail im Norden sowie die Berkshires ganz im Westen an der Grenze zum New York State - sind alles andere als provinziell: Ob Aktiv-, Erholungs- oder Kultururlaub, hier kommen Alt und Jung zu jeder Jahreszeit auf ihre Kosten.
Das liegt zum einen an dem reichhaltigen und attraktiven Urlaubsangebot, das Besucher hier vorfinden: Eine unverbaute Natur, ein attraktives Aktivitätenprogramm, malerische Kleinstädte, Siedler- und Industriearchitektur, familiengerechte Freizeiteinrichtungen, Shopping von der Kleinstgalerie bis zum Outlet Center - und vor allem natürlich eine Kunst-, Theater- und Musikszene, die in dieser qualitativen Dichte internationale Spitzenklasse ist.
Zum anderen sind es die Leute hier, die einen Besuch im Westen des Bay State lohnen. Denn hier zahlen sich Eigeninitiative und Kreativität für Einheimische und Gäste aus: Im Kleinen - in den zahllosen Galerien, Kunsthandwerksläden, Cafés, Restaurants und Landhotels, die mit viel Liebe, Individualität und Engagement betrieben werden. Und im Großen - in Projekten, bei denen sich engagierte Anwohner zusammentun, um die historischen, kulturellen und natürlichen Schätze ihrer Region zu erhalten und nicht ohne Stolz Besuchern zu präsentieren.
Bemerkenswertes Engagement der Locals
Beispiele gefällig? Da gibt es liebenswerte Kleinstädte wie Deerfield im Connecticut Valley: Dort gründeten Henry Flynt und andere Anwohner in den 50er Jahren Historic Deerfield rund um die 330 Jahre alte Hauptstraße, um Architektur und Lebensweise eines alten neuenglischen Ortes der Nachwelt zu erhalten - heute gibt es elf Museumshäuser und das Flynt Center of Early New England Life mit seinen über 25.000 Ausstellungsstücken aus der Zeit von 1650 bis 1850.
Oder Shelburne Falls mit seiner 100 Jahre alten Bridge of Flowers:
Die Bahnbrücke drohte nach Schließung der Strecke zu zerfallen, da sammelten Einheimische 1929 zum ersten Mal Geld, um die Brücke mit Blumen zu schmücken.
Heute strahlt das Viadukt mit über 500 verschiedenen Blumenarten in seiner ganzen Pracht von den ersten Tulpen im April bis zu den letzten Chrysanthemen im Oktober - dafür sorgt fast ausschließlich auf Spendenbasis der Shelburne Falls Women's Club. Und sogar der letzte erhaltene Bahnwaggon lässt sich im Trolley Museum besichtigen.
Nur zwei Fälle von vielen, die zeigen mögen, was den Reiz des westlichen Massachusetts ausmacht. Weitere Beispiele werden Sie sicher auf Ihrer Reise selbst entdecken..

Land und Leute